Gemälde: drei sonnenköpfige Figuren reiten auf einem schwarzen, sternbesetzten Panther, umgeben von Schlangen, Pflanzen und Inschriften
Mojo Therapy, 2025 · 100 × 100 cm

Bestiarien zwischen Folk Art und Befehlszeile.

RABE malt sternenbesetzte Panther, mehrköpfige Wölfe und Drachen in Sträflingsstreifen, dazwischen Randnotizen wie „format c:/“, „no kings“ oder count(egodeath). Schulabbrecher, Jahre schamanischer Praxis, Autodidakt als Maler wie als Programmierer. Seine Bilder bringen Mythos, Meme, Nachrichtenlage und Humor auf dieselbe Fläche. Lebt und arbeitet in Berlin.

Werke

Verfügbarkeit und Preise auf Anfrage

  • Drei sonnenköpfige Reiter auf einem schwarzen Sternenpanther
    Mojo Therapy
    2025 · 100 × 100 cm
  • Drache in Sträflingsstreifen mit Flammenschwert, Inschrift NO KINGS
    NoKings.exe
    2025 · 48 × 80 cm
  • Aufrechte Drachengestalt in einem Gewand voller Sterne und Augen
    The Promise
    2025 · 100 × 100 cm
  • Drei Echsenreiter auf einem blauen Panther über einer Burg
    The Procedure
    2025 · 100 × 120 cm
  • Schachbrett-Tier mit Figuren auf rosa Grund
    Trojan Horse
    2024 · 100 × 120 cm
  • Schwarzer Panther mit Nashorn an der Leine, Inschrift HOME
    Boi
    2024 · 70 × 100 cm
  • Dreiköpfiger blauer Wolf mit sichtbarem Skelett auf gelbem Grund
    A hungry Fellow
    2024 · 60 × 60 cm
  • Gestreifter Tiger in einem Oval unter einer roten Sonne
    The Inner Circle
    2026 · 218 × 158 cm

Text

RABE – bürgerlich Christian Eickelberg, im Netz Rabentinte – malt Bestiarien. Wölfe mit zu vielen Köpfen, Panther voller Sterne, Drachen in Sträflingsstreifen, Skelette mit Hut, Sonnen mit Gesicht. Die Tiere tragen Schachbrettdecken und werden geritten: von Echsen, Katzen, sonnenköpfigen Gestalten, gern zu dritt, selten mit erkennbarem Ziel. Die Gründe sind flach und laut – Gelb, Pfirsich, Mint –, die Farbe sitzt pastos und rau, die Kontur ist hart wie auf einer Spielkarte.

Auf den ersten Blick ist das Folk Art: frontal, ornamental, ohne Perspektive, mit der Direktheit von Votivtafeln. Auf den zweiten beginnt man zu lesen. Zwischen den Figuren stehen Randnotizen: „format c:/“, „q.e.d.“, „LUCK:99“, „ordo / chao“, „divide et impera“, „no kings“, „disobey“. Eine Signatur lautet count(egodeath). Alchemistische Zeichen stehen neben Befehlszeilen, Parolen neben Spielständen, Godzilla neben Zerberus. Die Bilder sind gebaut wie ein Browser mit zu vielen offenen Tabs – und funktionieren trotzdem als Ikonen.

Die Biografie erklärt die Mischung. Aufgewachsen in Nordrhein-Westfalen nahe der niederländischen Grenze, zwischen Ackerland und Ruhrgebiet, mit Tierbüchern und Bänden über untergegangene Kulturen. Schule mit 17 abgebrochen; statt Kunststudium Jahre schamanischer Praxis. Mit Mitte zwanzig, in der Schweiz, die Rückkehr zur Malerei – die Arbeiten dieser Zeit befinden sich geschlossen in einer Münchner Privatsammlung, alles andere hat er übermalt. Wenige Wochen später stand er ohne Wohnung da. Es folgten Brandenburg und Berlin. Malen und Programmieren hat er sich selbst beigebracht.

Dass dieselbe Hand Code schreibt und Dämonen malt, behandelt RABE nicht mehr als Widerspruch. Trance und Syntax sind für ihn zwei Arten, dieselbe Arbeit zu tun: Zeichen so anzuordnen, dass etwas in Gang kommt. Die Malerei ist der Ort, an dem Mythos, Meme, Nachrichtenlage und Humor auf dieselbe Fläche müssen.

Gespeist wird das aus der Popkultur der Neunziger, aus Netzkultur, Tagespolitik, Esoterik, Wissenschaft, Musik – und aus stundenlangen Spaziergängen durch das nächtliche Berlin, wo RABE lebt und arbeitet. Seine Arbeiten befinden sich in Privatsammlungen in Berlin, Hamburg und München. Gekauft werden sie auffallend oft von Menschen, die beruflich mit Zeichensystemen umgehen: Musikern, Informatikern, Historikern, Journalisten, Ärzten, Wissenschaftlern.

CV

Lebt und arbeitet in Berlin.
Arbeiten in Privatsammlungen in Berlin, Hamburg und München.

Einzelausstellungen

  • 2026„Ctrl+Shift+R“, Art-Café Bohneville, Potsdamer Platz, Berlin
  • 2024„Der Diffuse Raum“, DieLücke, Berlin
  • 2022„Katzen weinen nicht“, Made in Wedding, Berlin

Gruppenausstellungen und Messen

  • 2026„/Kunstausstellung“, Art-Café Bohneville, Potsdamer Platz, Berlin
  • 2025BAAM10 – Berlin Artists Art Market, Kühlhaus, Berlin
  • 2025„Knospen & Beton“, StudioUnbekannt, Berlin
  • 2025BAAM9, Monopol, Berlin
  • 2024BAAM8, Arena Berlin
  • 2024HAAM2 – Hamburg Artists Art Market, Kraftwerk Bille, Hamburg
  • 2024Prints, Editions and Art Market, Haus Schwarzenberg, Berlin
  • 2024BAAM7, Monopol, Berlin

Kontakt

Atelierbesuche, Führungen und Künstlergespräche auf Anfrage. Verfügbarkeit, Preise und Pressebilder ebenfalls auf Anfrage.

chris@rabentinte.de @rabentinte
© Christian Eickelberg (RABE) · rabentinte.de